Kunstgenerator ist ein Kunststipendium, das junge Künstlerinnen und Künstler über regionale Grenzen hinaus fördert.

Die Stadt Viersen und die NEW Viersen sind Auslober des Stipendiums. Viersen am linken Niederrhein ist eine lebendige Mittelstadt mit kulturellem Herz und Profil in der Nähe der Großstädte Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf und nahe den Niederlanden. Vor Ort existiert bereits eine kleine aber feine Kunstszene. Die NEW Viersen als modernes Dienstleistungsunternehmen stehen für eine erfolgreiche Kombination von Tradition und Fortschritt sowie einer besonderen Verbundenheit mit Region und Lebensgemeinschaft.

Kunstgenerator-Stipendiat 2022 steht fest

Jan-Luka Schmitz überzeugte die Jury mit großem Können

Jan Luca Schmitz

Der 1992 geborene Jan-Luka Schmitz wuchs in Korschenbroich auf. Er studierte von 2013 bis 2019 Freie Kunst in der Malereiklasse von Professor Andreas Schulze sowie als Gaststudent bei Dietmar Lutz und Professor Thomas Scheibitz an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Arbeit wurde bereits durch Stipendien ausgezeichnet, so 2017 durch die St. Moritz Art Academy. Das dHCS Stipendium, betreut durch den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, bot ihm ein großräumiges Atelier. Dort fand er neue Entfaltungsmöglichkeiten, die ihn zu seinen heutigen großen Formaten gelangen ließen. In seiner starkfarbigen Malerei mit Anklängen zur Abstraktion bewegt sich Jan-Luka Schmitz zwischen Traum und Realität. Er bildet vielfach deformierte und verzerrte menschliche Wesen ab. Die wirken einerseits fröhlich und offenbaren doch tragische Züge.

Schmitz erzählt von Themen aus dem Alltag und lässt zugleich in Abgründe blicken. Vielschichtig und facettenreich gibt seine Malerei Rätsel auf und regt Geschichten im Kopf der Betrachtenden an.

Die Jury zeigte sich einhelüg überzeugt von seinem souveränen Umgang mit der Farbe und seinem großen technischen Können. Mit außergewöhnlichen Einfallen geht er einen eigenständigen Weg in der Malerei.

Jan-Luka Schmitz wird im März 2022 seine neue Wohn- und Arbeitsstätte in der Alten Lateinschule in Viersen beziehen.

Dort wohnt momentan die derzeitige Stipendiatin, Isabell Schulte, und bereitet ihren Katalog und die Abschlussausstellung vor. Diese wird ab dem 6. Februar 2022 in der Städtischen Galerie im Park in Viersen zu sehen sein. 

Isabell Schulte

Die Stipendiatin 2021 aus Berlin ist da!

Isabell Schulte und eines ihrer Kunstwerke. ©NEW AG

An der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat Isabell Schulte von 2010 bis 2012 Malerei und Grafik studiert, bevor sie nach Berlin zur Universität der Künste wechselte. 
Das Studium der feien Kunst beendete sie 2016 als Meisterschülerin von Christine Streuli. „Erst danach, ohne den Druck habe ich die Zeichnung als mein Ausdrucksmedium entdeckt“, sagt die heute 33-Jährige.
An ihrer jüngsten Serie, „part I“ bis „part VII“, hat sie insgesamt zwei Jahre lang gearbeitet. Es sind komplexe, feine Bleistiftzeichnungen auf je sechseinhalb Quadratmeter Papier, die mit unzähligen Elementen übersät sind. „Ein Zusammenspiel aus Ordnung und Chaos“, sagt die Künstlerin dazu.


Atelier mit Ausblick
Am Beginn des Zeichenprozesses habe sie meist noch keine konkrete Vorstellung. „Ich spüre einfach diese Energie in 
mir, die raus will“, so Schulte. Im Laufe der Arbeit kämen dann ganz von selbst die Ideen, die Formen und Elemente, die das Bild vervollständigen. Die großzügige Atelier-Etage in Viersen bietet reichlich Platz für Schultes großformatige Zeichnungen. Darauf, und auf die eigene Terrasse mit Blick ins Grüne, freut sich die Wahl-Berlinerin ganz besonders. 
„Ich möchte so viel wie möglich von der Umgebung erkunden“, erzählt sie. Neben Bleistiften und Papier nimmt sie auch ihren Freund mit nach Viersen. Er ist Künstler, wie sie.

Junge Kunst am Niederrhein

Es wird bundesweit an Kunsthochschulen und Akademien ausgeschrieben. Auf vorbildhafte Weise praktiziert es „Public Private Partnership" und verbindet privates unternehmerisches Engagement mit städtischer Kulturförderung.


Die NEW Viersen und die Stadt Viersen sehen es als ihre Aufgabe an, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern und ihnen im Rahmen eines Stipendiums eine künstlerische Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Für die Dauer eines Jahres stehen der Stipendiatin/dem Stipendiaten ein Atelier und eine
Wohnung in der Alten Lateinschule im Zentrum der Stadt kostenlos zur Verfügung. Darüber
hinaus wird ein monatlicher Unterhaltszuschuss von 800,-€ gezahlt. Zum Ende des Aufenthalts findet eine Abschlussausstellung in der Städtischen Galerie im Park Viersen statt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eingeladen zur Bewerbung um das Stipendium sind Bildende Künstlerinnen und Künstler
der Bereiche Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie, Bereich der Neuen Medien und den
Mixed-Media. Sie sollten nicht älter als fünfunddreißig Jahre sein. Ein Studienabschluss im
künstlerischen Bereich ist wünschenswert. Dieser sollte nicht mehr als drei Jahre zurückliegen.


Bewerbungsschluss ist der 15. Juli des laufenden Jahres für das kommende Jahr. 

Eine Fach- und Sachpreisjury trifft die Auswahl.

Die Zusammensetzung der Sachpreisjury besteht aus je einem Vertreter der Auslober, d.h. eine Person seitens der NEW Viersen GmbH, eine Person seitens der Stadt Viersen.

Die Fachpreisjury bilden voraussichtlich zwei Vertreter der Hochschulen sowie ein weiterer Fachpreisjuror aus dem Kunstbetrieb (z. B. Galerie oder Museum).


Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit. Beschlussfähig ist die Jury, wenn mindestens 4 Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Juryvorsitzenden, die vor dem ersten Zusammentritt der Jury aus dem Kreis der Fachpreisjuroren gewählt wird.

  • 2020 Ole Blank
  • 2019 Justyna Janetzek
  • 2018 Anna Mirbach
  • 2017 Ferdinand Uptmoor
  • 2016 Nina Nowak
  • 2015 Lukas Schmenger
  • 2014 Katja Kottmann
  • 2013 Juliane Schmidt
  • 2012 Jan-Michel Harmening
  • 2011 Katerina Kuznetcowa
  • 2010 Melanie Grocki
  • 2009 Stefanie Klingemann
  • 2008 Fleur Stoecklin

Kontakt

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Fachbereich
Schule, Kultur, Sport

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41747 Viersen

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