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Trinkwasser

NEW NiederrheinWasser GmbH

Ein Mitarbeiter läuft durch einen Gang zwischen Trinkwasserversorgungsleitungen

Lebensmittel Nummer 1 – unser Trinkwasser 

Aufstehen, Duschen, Zähne putzen, eine Tasse Kaffee oder Tee –jeder und jede von uns verbraucht im Durchschnitt täglich 128 Liter Wasser. Trinkwasser ist für den Menschen unverzichtbar. 

Die NEW NiederrheinWasser GmbH ist eine Tochtergesellschaft der NEW AG. Sie wurde 2005 gegründet und stellt die Wassergewinnung und Aufbereitung in den Versorgungsgebieten der Städte Mönchengladbach (ohne Wickrath), Viersen, Korschenbroich, Jüchen mit den Ortsteilen Waat, Wey und Hoppers, Schwalmtal, Tönisvorst und Grevenbroich ohne die Ortsteile Neukirchen, Münchrath, Hülchrath und Mülrath sicher. Das durch die NEW NiederrheinWasser produzierte Trinkwasser wird ausschließlich aus örtlichem und gut geschütztem Grundwasser gewonnen Die Verteilung des Trinkwassers vom Wasserwerk bis zu Ihrem Haushaltsanschluss übernimmt die NEW Netz GmbH.

DVGW TSM zertifiziert

Die NEW NiederrheinWasser erfüllt alle Anforderungen für eine sichere Trinkwasserversorgung.

DIN EN ISO 50001 zertifiziert

Die NEW Niederrheinwasser betreibt seit 2015 ein Energiemanagementsystem für den Betrieb und die Instandhaltung der Wassergewinnungs-, Wasseraufbereitungs- und Wasserverteilungsanlagen.

ISO / IEC 27001 zertifiziert

Das Institut für Auditierung und Zertifizierung GmbH bescheinigt der NEW Niederrheinwasser GmbH die wirksame Anwendung eines Informationssicherheits-Managementsystems.

Teilnahme Benchmark Trinkwasser

Das Benchmarking der Trinkwasserversorgung in NRW ist ein Verfahren, bei dem Wasserversorgungsunternehmen ihre Leistungen und Prozesse mit denen anderer Unternehmen vergleichen. Ziel ist es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und die Effizienz, Versorgungsicherheit und Kundenzufriedenheit zu steigern. Das Projekt wird von der Landesregierung unterstützt und gemeinsam mit verschiedenen Verbänden durchgeführt. 

Unsere Wasserwerke

Die NEW versorgt die Städte Mönchengladbach (ohne Wickrath), Korschenbroich und Jüchen mit den Ortsteilen Waat, Wey und Hoppers mit Trinkwasser über die Wasserwerke Helenabrunn, Hoppbruch, Reststrauch, RheindahlenGatzweiler und Rasseln. Die Stadt Viersen wird durch die Wasserwerke Dülken und Viersen mit Trinkwasser versorgt. Während die NEW die Gemeinde Schwalmtal über das Wasserwerk Dülken mit Trinkwasser beliefert, wird Tönisvorst mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Viersen versorgt. In Grevenbroich bezieht die NEW Trinkwasser vom Wasserwerk Fürth und stellt Trinkwasser aus der eigenen Aufbereitung aus dem Wasserwerk Kapellen (Zweifaltern) zur Verfügung.

Das im Dülkener Ortsteil Nette gelegene Wasserwerk Dülken wurde 1963 erbaut und versorgt seit der Modernisierung 1977 alle Einwohner:innen der Viersener Stadtteile Boisheim, Dülken und die höher gelegenen Bereiche von Viersen sowie der Gemeinde Schwalmtal mit Trinkwasser.  

Das Wasserwerk bereitet das Grundwasser der Brunnenanlagen Amern, Boisheim und Dülken zu Trinkwasser auf. Hier fördern insgesamt 15 Vertikalfilterbrunnen, die in drei verschiedenen Grundwasserstockwerken verfiltert sind, Grundwasser aus 25 bis 75 m Tiefe und führen es dem Wasserwerk zu. Insgesamt können bis zu 5,5 Mio. m³ Trinkwasser jährlich abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 1.200 m³. 

Die Aufbereitung des Rohmischwassers erfolgt in zwei aufeinander folgenden Schritten innerhalb von sechs parallel betriebenen Doppelstockfiltern. Die Mischung mit sauerstoffhaltigem Grundwasser der Flachbrunnen oxidiert in der unteren geschlossenen Filterstufe zuerst das im Grundwasser der Tiefbrunnen gelöste Eisen. Filtermaterial aus Sand und Anthrazit entfernt das Eisen aus dem Wasser. Anschließend sorgt die Verdüsung für intensive Belüftung des Wassers in der oberen offenen Filterstufe, sodass überschüssige Kohlensäure entweichen und Luftsauerstoff aufgenommen werden kann. Das belüftete Wasser fällt dann auf eine ca. 1,50 m starke Schicht aus dolomitischem Filtermaterial, wo die verbliebene freie Kohlensäure gebunden, der gewünschte pH-Wert eingestellt und Mangan zurückgehalten wird. Von dort gelangt das Trinkwasser in zwei Reinwasserkammern, drei Reinwasserpumpen fördern das Trinkwasser ins Netz.

Das 1976 erbaute Wasserwerk Gatzweiler liegt im Westen der Stadt Mönchengladbach zwischen den Ortschaften Peel und Gatzweiler und speist jährlich ca. 2 Mio. m³ Trinkwasser in die Hochzone des Mönchengladbacher Versorgungsnetzes ein. 

In diesem Wasserwerk wird das Grundwasser der Brunnenanlagen Gatzweiler und Rickelrath zu Trinkwasser aufbereitet. Dort fördern jeweils zwei Flach- und zwei Tiefbrunnen, die in zwei verschiedenen Grundwasserstockwerken verfiltert sind, Grundwasser aus 11 bis 60 m Tiefe und führen es dem Wasserwerk zu. Insgesamt können bis zu 2,5 Mio. m³ Trinkwasser jährlich abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 520 m³.  

Eine Besonderheit des Wasserwerks Gatzweiler stellen die beiden Flachbrunnen dar, die als Horizontalfilterbrunnen ausgebaut wurden. Das Grundwasser strömt über vier waagerechte, bis 45 m lange Filterstrecken einem vertikalen Sammelschacht zu (Durchmesser 2,2 m, Tiefe 17 m unter Gelände). Eine Unterwasserpumpe fördert das Grundwasser aus dem Schacht zur Aufbereitungsanlage. Durch diese Art des Brunnenbaus ergibt sich eine sehr große Wassereintrittsfläche und die Wasserentnahme ist besonders ergiebig. 

Die Aufbereitung des Rohwassers erfolgt in drei aufeinander folgenden Schritten. Zunächst wird das eisenhaltige Grundwasser aus den Tiefbrunnen mit Luftsauerstoff angereichert und das gelöste Eisen oxidiert. Zwei parallel betriebene Enteisenungsfilter entfernen das oxidierte Eisen mit Hilfe sandigen Filtermaterials aus dem Wasser. Im zweiten Schritt wird dieses Wasser mit dem Rohwasser der Flachbrunnen vermischt und über eine Kaskadenbelüftung geleitet, so dass überschüssige Kohlensäure entweichen und Luftsauerstoff aufgenommen werden kann. Das Wasser gerät so ins Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht. Anschließend strömt es sechs parallel betriebenen und mit Sand gefüllten Filterbehältern zu, die dem Wasser durch Oxidation und Filtration Mangan entziehen. Abschließend fließt das Wasser in einen Trinkwasserbehälter mit einem Volumen von 1.600 m³. Von hier aus wird das Trinkwasser mit Hilfe von drei Reinwasserpumpen in das Trinkwassernetz abgegeben.

Das Wasserwerk Helenabrunn liegt im Norden der Stadt Mönchengladbach. Es liefert seit 1894 Trinkwasser und ist damit eines der ältesten Wasserwerke der Stadt Mönchengladbach. 

Insgesamt fördern 11 Flachbrunnen Grundwasser, das im Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet wird. Insgesamt können bis zu 5,0 Mio. m³ Trinkwasser jährlich abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 900 m³. 

Die Aufbereitung des geförderten Grundwassers zu Trinkwasser erfolgt im Wasserwerk in drei Stufen. Zunächst findet in einer Vorentsäuerung durch Intensivbelüftung die Aufnahme von Luftsauerstoff statt, überschüssige Kohlensäure entweicht dabei. Durch Ableitung des Wassers über geschlossene Filter, werden Eisen und Mangan entfernt. Letztlich führt eine Restentsäuerung zur Einstellung des gewünschten pH-Wertes. Von dort gelangt das Trinkwasser in einen Trinkwasserbehälter. Drei Reinwasserpumpen fördern das Wasser in das Trinkwassernetz. 

Seit 2009 bereiten wir das Rohwasser aus drei Brunnen direkt vor Ort im Untergrund (subterrestrische Enteisenung) auf. Dazu reichern wir ein Teil des geförderten Grundwassers mit Luftsauerstoff an, es versickert wieder im Brunnen. Im Untergrund bildet sich nichtlösliches Eisen und Mangan, das im Erdreich verbleibt. Das anschließend geförderte Wasser ist dann frei von Eisen und Mangan. Die NEW mischt dieses Rohwasser anderen Brunnen vor der Aufbereitung zu.

Das Wasserwerk Hoppbruch liegt im Osten von Mönchengladbach nördlich des Stadtteils Giesenkirchen. Es wurde 1955 erbaut und speist jährlich ca. 2,5 Mio. m³ Trinkwasser in das Mönchengladbacher Versorgungsnetz ein. Die Förderung des Grundwassers erfolgt aus insgesamt sechs Brunnen in Hoppbruch und vier Brunnen in Lodshof . Die Aufbereitung zu Trinkwasser findet im Wasserwerk statt. Die durchschnittliche Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 300 m³. 

Unser gefördertes Rohwasser durchläuft im Wasserwerk Hoppbruch verschiedene Aufbereitungsschritte. Bei der Belüftung des Wassers aus beiden Tiefbrunnen entfernen wir in geschlossenen Filtern Eisen und Mangan. Zur Entfernung von chlorierten Kohlenwasserstoffen wird das Grundwasser der beiden westlichen Flachbrunnen einer Aktivkohlefilteranlage zugeführt. Die Enteisung und Entmanganung des Wassers der Brunnen in Lodshof erfolgt, wie an den Standorten Rheindahlen und Helenabrunn, unterirdisch.  

Im Wasserwerk Hoppbruch führen wir vorbereitetes Wasser zusammen und enthärten es in einem großen Teilstrom durch Schnellentkarbonisierung. Das zuvor in zwei Rieslerkolonnen belüftete Wasser leiten wir im Wechsel über zwei Reaktorbehälter, in denen Feinsandpartikel in Schwebe gehalten werden und Kalkmilch zugegeben wird. Das Rohwasser ist nun an Calciumkarbonat übersättigt. Diese Übersättigung führt dazu, dass sich um die Feinsandkörner ein Kalkmantel bildet, wir entziehen somit dem Wasser nahezu das gesamte Karbonat. Anschließend vermischen wir das enthärtete Wasser mit einem kleineren Teilstrom (ca. 15 %) nicht enthärteten Wassers zur Einstellung des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts und leiten es vier offene, mit Hydroanthrazit gefüllte Filter um, in denen restliche Trübstoffe zurückgehalten werden. Abschließend fließt das Trinkwasser in zwei jeweils 600 m³ große Vorratsbehälter. Von hier aus erfolgt die Abgabe in das Trinkwassernetz mit Hilfe von drei Reinwasserpumpen.

Das Wasserwerk Rasseln liegt im Nordwesten von Mönchengladbach nördlich des Stadtteils Hardt

Im Jahr dürfen max. 2,7 Mio. m³ Grundwasser aus insgesamt sieben Brunnen gefördert und im Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet werden. Vier Brunnen sind ca. 140 m tief und damit die tiefsten Brunnen der NEW NiederrheinWasser GmbH. Im Wasserwerk können bis zu  400 m³/h Trinkwasser produziert werden.  

Wir bereiten Grundwasser zu Trinkwasser im Wasserwerk in drei Stufen auf. Durch Vermischung eisenhaltigen Tiefengrundwassers mit sauerstoffreichem Grundwasser kann gelöstes Eisen oxidieren und in der ersten Filterstufe am Filtersand entfernt werden. In der nachfolgenden 2. Aufbereitungsstufe wird in sogenannten Flachbettbelüftern eine Intensive Belüftung mit gefilterter Luft durchgeführt, so dass die überschüssige Kohlensäure entweicht und Luftsauerstoff aufgenommen wird. Im 3. und letzten Aufbereitungsschritt wird Mangan an karbonathaltigem Filtermaterial abgeschieden und überschüssige Kohlensäure gebunden.

Von dort gelangt das Trinkwasser in eine Trinkwasservorlage, von wo es mit Reinwasserpumpen in das Trinkwassernetz abgegeben wird.

Das Wasserwerk Reststrauch liegt im Süden von Mönchengladbach. Es ging 1890 zur Versorgung der Bürger:innen von Rheydt in Betrieb. 

Im Wasserwerk Reststrauch bereiten wir Grundwasser aus den Wassergewinnungsanlagen Reststrauch, Fuchskuhle und Wiedbusch zu Trinkwasser auf. An diesen Standorten gibt es insgesamt neun Vertikalfilterbrunnen, die in zwei verschiedenen Grundwasserstockwerken verfiltert sind, und das Grundwasser aus 30 bis 85 m Tiefe zum Wasserwerk fördern. Insgesamt können bis zu 5 Mio. m³ Trinkwasser jährlich abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt rund 1000 m³.  

Zur Aufbereitung des Grundwassers zu Trinkwasser erfolgt zunächst eine intensive Belüftung des Wassers über die Flachbettlüfter der Entsäuerungsanlage. Dabei wird überschüssige Kohlensäure ausgetrieben, der pH-Wert wird angehoben und das Wasser mit Sauerstoff angereichert. Gelöstes Eisen und Mangan oxidieren. Anschließend fließt das Wasser in offene Filterbecken, wo das oxidierte Eisen und Mangan sowie vorhandene Trübstoffe mit Hilfe eines Filterkieses zurückgehalten werden. Von dort fließt das Wasser in die Trinkwasserbehälter. Aufgrund des Speichervolumens von maximal 6.000 m³ speisen wir bis zu 1.500 m³/h Trinkwasser mittels Kreiselpumpen in das Netz ein.

Das 1913 erbaute Wasserwerk Rheindahlen liegt südlich des gleichnamigen Mönchengladbacher Stadtteils. Das Wasserwerk speist jährlich ca. 1,1 Mio. m³ Trinkwasser in das Versorgungsnetz ein. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 300 m³. Die Förderung des Grundwassers erfolgt aus zwei bis zu 30 m tiefen Flachbrunnen und aus zwei in ca. 90 m Tiefe verfilterten Tiefbrunnen. 

Die Aufbereitung des Grundwassers der beiden Tiefbrunnen geschieht direkt vor Ort im Untergrund (subterrestrische Enteisenung). Dazu reichern wir einen Teil des geförderten Tiefengrundwassers mit Luftsauerstoff an und lassen es in dem zweiten Tiefbrunnen wieder versickern. In 80 bis 90 m Tiefe bildet sich nichtlösliches Eisen, das im Untergrund verbleibt. Anschließend dient der mit Sauerstoff angereicherte Brunnen als Förderbrunnen und liefert eisenfreies Wasser. Durch einen ständigen Wechsel zwischen Förderung und Versickerung (Regeneration) ist das geförderte Wasser frei von Eisen und Mangan und wird dem Rohwasser der anderen Brunnen vor der Aufbereitung zugemischt. Die Subterra-Anlage in Rheindahlen läuft bereits seit 1979 störungsfrei und ist eine der ältesten ihrer Art in Deutschland. 

Nach Mischung des aufbereiteten Tiefengrundwassers mit dem Wasser der Flachbrunnen – der älteste Brunnen stammt aus dem Jahr 1944 – erfolgt im Werk eine Intensivbelüftung im Rieslerturm zur Restentsäuerung. Von dort gelangt das Trinkwasser in einen Trinkwasserbehälter und dann in das Trinkwassernetz. Der alte Wasserturm in Rheindahlen ist nicht mehr in Betrieb.

Das am Westrand des Ortteiles Viersen gelegene, 1890 erbaute und 1965 modernisierte Wasserwerk liefert Trinkwasser in die tiefer gelegenen Bereiche der Ortsteile Viersen und Süchteln (Tiefzone). Das Grundwasser fördern wir aus insgesamt fünf zwischen 31,5 und 50 m tiefen Brunnen. Jährlich können bis zu 2,0 Mio. m³ Trinkwasser abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung pro Stunde beträgt 375 m³. 

Die Aufbereitung des geförderten Grundwassers zu Trinkwasser im Wasserwerk Viersen erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird das Wasser in Rieslertürmen intensiv mit Luftsauerstoff belüftet und überschüssige Kohlensäure entfernt, wodurch der pH-Wert ansteigt. In einem zweiten Schritt leiten wir das Wasser in drei parallel betriebene offene Filterbecken, die mit dolomitischem und sandigem Filtermaterial befüllt sind. Im Filter kommt es zu einer weiteren pH-Wert-Anhebung und das Wasser wird restentsäuert. Zudem halten wir das zuvor mit Sauerstoff oxidierte Eisen und Mangan zurück. Bei bestimmten Brunnenkombinationen erfolgt vor der Filtration eine geringe Zugabe eines Flockungsmittels, um die Resttrübung aus dem Wasser zu entfernen. Nach der Filtration gelangt das Wasser in einen Vorratsspeicher mit einem Volumen von 1.100 m³. Von hier wird das Trinkwasser von sechs Reinwasserpumpen in das Trinkwassernetz gefördert.

Das 2013 modernisierte Wasserwerk Zweifaltern beliefert das Trinkwassernetz Grevenbroich der ehemaligen GWG mit Trinkwasser. Das Wasserwerk verfügt über einen 18 m tiefen Brunnen mit einer Aufbereitung über zwei Aktivkohlefilter. Insgesamt können im Wasserwerk Zweifaltern jährlich bis zu 150.000 m³ Trinkwasser abgegeben werden. Die maximale Aufbereitungsleistung beträgt 25 m³/h. In der anschließenden Druckerhöhungsanlage wird das Trinkwasser des Wasserwerks Zweifaltern mit dem des Wasserwerkes Fürth zusammengeführt und auf den erforderlichen Wasserdruck eingestellt.

Wasserwirtschaft und Kenndaten

Das für die öffentliche Wasserversorgung benötigte Wasser stammt ausschließlich aus den Grundwasservorkommen der Region. Hier versickert rund ein Drittel des Niederschlags in die Erde und wird zu Grundwasser. 

Grundwasser besitzt von Natur aus ideale chemisch-physikalische Eigenschaften. Die in den Boden eindringenden Wassertropfen versickern in tiefere Schichten. Die zusammenhängenden grundwasserführenden Schichten unserer Region, in denen sich das Grundwasser durch die Porenhohlräume der durchlässigen Sande und Kiese bewegt, bezeichnet man in der Hydrogeologie als Grundwasserleiter. Darin fließt es mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa einem Meter pro Tag unter der Erde zu den niedrigsten Geländepunkten und gelangt so wieder an die Erdoberfläche. Das Grundwasser speist dann Bäche und Flüsse oder kann mit Hilfe von Brunnen gefördert werden. Aufgrund der langen Aufenthaltszeiten, der Filterwirkung und der Abbauprozesse im Boden und Grundwasserleiter bietet der natürliche Untergrund eine gute Schutzwirkung vor anthropogenen Schadstoffen und Krankheitserregern.

Der Untergrund am Niederrhein besteht im Wesentlichen aus Lockergesteinen, die sich in mineralogischer Zusammensetzung, der Korngröße und im Porenvolumen und damit in ihrer Wasserdurchlässigkeit unterscheiden. Sande und Kiese besitzen eine hohe Durchlässigkeit und werden als gute Grundwasserleiter bezeichnet. Tone weisen dagegen eine geringe Wasserdurchlässigkeit auf. Durch den Wechsel von wasserdurchlässigen und wasserstauenden Schichten bilden sich verschiedene Grundwasserstockwerke aus. Dabei können die wasserundurchlässigen Tonschichten den Zutritt von Schadstoffen in tiefere Grundwasserleiter hemmen. Daher wird in einigen Wassergewinnungsanlagen der NEW NiederrheinWasser GmbH das Grundwasser wegen der besseren Qualität aus tieferen Grundwasserstockwerken zu Trinkwasser aufbereitet.

Umweltschutz

Ein Mitarbeiter prüft den Wasserstand in einem Brunnen auf dem Gelände des Wasserwerks Helenabrunn

Wir schützen Ihr Grundwasser vor Verunreinigungen – durch Wasserschutzgebiete

Alle Wasserwerke sind von sogenannten Wasserschutzgebieten umgeben. Diese Schutzgebiete teilen sich in mehrere Zonen auf, um den jeweiligen Grad der Gefährdung der Wassergewinnungsanlagen zu berücksichtigen. Die Lage der Schutzzonen ist vom geologischen Aufbau des Untergrundes, von der Fließgeschwindigkeit und der Fließrichtung des Grundwassers abhängig.

1

Schutzzone I – der engste Schutzkreis

Schutzzone I erstreckt sich um eine Brunnenanlage herum.

2

Schutzzone II – schließt an Zone I an

Die äußere Grenze ist so weit verlegt, dass Wasser von hier bis zum Brunnen mindestens 50 Tage benötigt. Das ist die Zeitspanne, in der Krankheitserreger in der Regel abgestorben sind.

3

Schutzzone III – Gesamtgebiet, das zur Grundwasserneubildung beansprucht wird

In dieser Schutzzone sind viele Tätigkeiten verboten oder nur eingeschränkt erlaubt, durch die Schadstoffe in das Wasser gelangen können.

Ein Mitarbeiter und ein Landwirt untersuchen die Bodenqualität auf einem Feld

Pflanzenschutz

Im Privatbereich und in der Landwirtschaft führt eine unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) zu Gewässerverunreinigung. Wir engagieren uns aktiv gegen den Einsatz von Pestiziden: In der Broschüre des Arbeitskreises Wasser- und Pflanzenschutz unter Beteiligung der NEW NiederrheinWasser GmbH finden Sie Alternativen zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln rund um Haus und Garten.

Pflanzen- und Gewässerschutz

Hydrologische Station Rheindahlen

Die hydrologische Station Rheindahlen befindet sich auf dem Gelände des Wasserwerkes Rheindahlen und untersucht seit 1982, wie hoch der Anteil des Niederschlagswassers ist, das in den Untergrund versickert und dem Grundwasser zufließt. Der Standort repräsentiert hinsichtlich klimatischer, geologischer und bodenkundlicher Aspekte die Verhältnisse des Schwalm-Nette-Gebietes sowie des Braunkohlenreviers. Die Anlage umfasst mit der Lysimeterstation, der Wetterstation und der Datenstation drei Einheiten. 

Die hydrologische Station Rheindahlen gilt in der Region des linken Niederrheins als ein wichtiger Baustein zur Erfassung von wasserwirtschaftlichen Prozessen innerhalb der oberen Bodenzone unter Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse. Seit 1982 sind hier zahlreiche Forschungsprojekte aus den Bereichen Hydrogeologie, Klimatologie und Bodenkunde durchgeführt worden. Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse konnten eine Vielzahl bis dahin ungeklärter Fragen zu wasserwirtschaftlichen Aspekten beantwortet werden. Darüber hinaus werden die hier gewonnenen Daten von mehreren Institutionen (zum Beispiel Landesumweltamt, Erftverband, RWE Power AG) regelmäßig zur Prognose und als Grundlage für wasserwirtschaftliche Untersuchungen herangezogen. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildet dabei der Einfluss des Braunkohlentagebaus auf das Grundwasser innerhalb der Region.

Die Lysimeterstation ermittelt den Wasserhaushalt repräsentativ für die regional weit verbreiteten Löss-Parabraunerden. Sie besteht aus jeweils zwei 2 m bzw. 3 m tiefen Bodenmonolithen, die dem Wasserwerksgelände Rheindahlen entnommen wurden. Die Lysimeterbehälter, die eine kreisrunde Oberfläche von 1 m² haben, enthalten die standorttypischen Parabraunerden und sind auf registrierenden Waagen aufgestellt, mit denen Gewichtsänderungen von 0,1 kg (= 0,1 mm Niederschlag) erfasst werden können. So werden durch Niederschlag, Verdunstung oder Sickerwasserabfluss erzeugte Gewichtsänderungen kontinuierlich erfasst. Über eine mit Kies gefüllte Stahlfilterwanne am unteren Rohrende wird das Sickerwasser in ein kontinuierlich registrierendes Messgerät geleitet.

Die Wetterstation erfasst parallel die verdunstungswirksamen Klimaelemente, wie zum Beispiel Sonnenscheindauer, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit. Zusammen mit den Ergebnissen der Lysimeterstation werden die Zusammenhänge von Niederschlag, Verdunstung und Versickerung im Hinblick auf die genaue Bestimmung der Grundwasserneubildung ermittelt.

Das Rechner-Leitsystem der Datenstation steuert die hydrologische Station. Durch Abfrage der einzelnen Messwerte in Intervallen von 1 bis 10 Minuten werden täglich ca. 9.000 Einzeldaten verarbeitet und in 10-Minuten Abständen über Datenlogger registriert. Die so aufbereiteten Wetterdaten können online abgerufen werden.

Kooperation Wasser- und Landwirtschaft

Seit Anfang der 80er Jahre stellen Nitratauswaschungen aus landwirtschaftlichen Flächen die Wasserversorgungsunternehmen vor erhebliche Probleme. Wasserförderung aus tieferen Brunnen und das Verschneiden von Wässern mit verschiedenen Nitratgehalten helfen heute die Nitratkonzentration im Trinkwasser niedrig zu halten. Diese Möglichkeiten sind jedoch zeitlich begrenzt. 

Die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft verfolgen gemeinsam das Ziel, das Grundwasser zu schützen, die Nitratwerte zu verringern und dabei weiterhin hochwertige Lebensmittel zu erhalten. 1991 wurden in diesen freiwilligen Zusammenschlüssen landwirtschaftliche Maßnahmen vereinbart, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Rund 350 Landwirt:innen und Gärtner:innen aus Mönchengladbach und Viersen gehören den einzelnen Kooperationen der NEW an.

Die Verminderung der Nitratauswaschung aus landwirtschaftlichen Flächen ist die effektivste Maßnahme, um Grundwasser zu schützen, da hiermit gegen die Hauptursache für den Nitratanstieg im Grundwasser vorgegangen wird (Ursachenbekämpfung). 

Rahmenbedingungen und Bewirtschaftungsmaßnahmen sorgen für eine das Grundwasser schonende Wirtschaftsweise. Die meisten Maßnahmen zielen darauf ab, dass aufwachsende Kulturpflanzen den im Boden vorhandenen Nitratstickstoff möglichst vollständig aufnehmen, damit der Boden zu Beginn der Sickerperiode im Spätherbst möglichst wenig Nitrat enthält. Dadurch soll vermieden werden, dass große Mengen dieses leicht löslichen Salzes mit dem Sickerwasser ins Grundwasser verlagert werden. U. a. werden folgende Maßnahmen von den Kooperationsmitgliedern angewendet: 

  • pflanzenbedarfsgerechte Düngung auf der Basis von Bodenproben oder Bilanzierungsverfahren, 

  • grundsätzlich keine Ausbringung von Gülle und Jauche innerhalb der Schutzzone II sowie in den Herbst- und Wintermonaten, 

  • nach Möglichkeit Einsaat von Zwischenfrüchten und Vermeidung von Winterbrache, 

  • nach Möglichkeit Vermeidung einer Bodenbearbeitung im Herbst, 

  • Pflanzenschutzmittelanwendung nach guter fachlicher Praxis und dem Stand der Technik. 

Neben dem gegenseitig gewonnenen Vertrauen der beiden Kooperationspartner ist in den Kooperationsgebieten die fallende Tendenz der Bodenstickstoffgehalte im Herbst als Erfolg zu verzeichnen. Hier haben sich insbesondere der gestiegene Anteil der mit Zwischenfrüchten bestellten Flächen und der Verzicht auf eine Gülledüngung im Herbst positiv ausgewirkt. Mittlerweile gehen in einigen Einzugsgebieten die Nitratkonzentrationen im Grundwasser bereits zurück. 

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