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Schon gewusst?

Schwimmen für alle: So sieht ein barrierefreies Schwimmbad aus

13.10.2026 - Echte Barrierefreiheit umfasst weit mehr als einen stufenlosen Eingang. Vom Kassenautomaten über Umkleiden und Wege bis zum Einstieg ins Wasser gibt es einiges zu beachten. Was macht ein Schwimmbad wirklich barrierefrei?
Ein Mann befindet sich in einem Schwimmbecken und lehnt mit den Armen am Beckenrand. Am Beckenrand steht ein Rollstuhl.

Einfach die Schwimmtasche packen und ab ins Wasser: Was nach einem unkomplizierten Freizeitvergnügen klingt, ist nicht für alle Menschen selbstverständlich. Wer einen Rollstuhl nutzt, eine Sehbehinderung hat oder aus anderen Gründen auf barrierefreie Angebote angewiesen ist, muss sich vor dem Schwimmbadbesuch oft ganz andere Fragen stellen: Komme ich selbstständig ins Bad und bis ans Becken? Wie gelange ich sicher ins Wasser? Kann ich den Kassenautomaten bedienen? Und kann ich an den Angeboten genauso teilnehmen wie andere Badegäste? 

 

Ein Schwimmbad für alle setzt deshalb nicht erst am Beckenrand an. Barrierefreiheit betrifft den gesamten Besuch, vom Eintritt über die Umkleide bis zum Sprung beziehungsweise Einstieg ins Wasser. Doch worauf kommt es dabei konkret an? 

Was brauchen barrierefreie Bäder? 

Kassenautomaten für alle 

Barrierefreiheit beginnt bereits beim Eintritt. Denn wer einen Kassenautomaten aufgrund seiner Höhe, Bedienung oder Gestaltung nicht selbstständig nutzen kann, ist schon vor dem eigentlichen Schwimmbadbesuch auf Unterstützung angewiesen. Barrierefreie Online-Buchungssysteme oder spezielle Kassenautomaten helfen dabei, dass möglichst viele Menschen ihren Eintritt selbstständig organisieren können. Schließlich bedeutet Inklusion auch, alltägliche Dinge ohne fremde Hilfe erledigen zu können. 

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Wie viele Becken hat das Schlossbad Niederrhein?

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Frage 1 von 3

Stufenlos bis ans Becken 

Die nächste wichtige Frage lautet: Komme ich selbstständig dorthin, wo ich hinmöchte? Stufen, Schwellen und schwer zugängliche Türen können für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen schnell zu Hindernissen werden. 

Ein Schwimmbad für alle sollte deshalb so gestaltet sein, dass sich alle Menschen möglichst ohne fremde Hilfe bewegen können, vom Eingang über die Umkleiden und Sanitärbereiche bis zum Becken. Rampen, Aufzüge, ausreichend breite Wege und gut zugängliche Türen können dabei für Menschen im Rollstuhl entscheidend sein. Für Menschen mit Sehbehinderung kommen taktile Leitsysteme und die richtige farbliche Gestaltung zum Einsatz. 

Mit Lift sicher ins Wasser 

Am Becken angekommen, wartet für manche Badegäste bereits die nächste Herausforderung: der Einstieg ins Wasser. Eine klassische Beckenleiter ist für Menschen mit bestimmten körperlichen Einschränkungen nicht oder nur schwer nutzbar. Pool-Lifte schaffen hier Abhilfe. Sie ermöglichen es Menschen mit eingeschränkter Mobilität, sicher und komfortabel ins Wasser und wieder aus dem Becken zu gelangen. Damit wird aus dem bloßen Zugang zum Schwimmbad auch ein tatsächlicher Zugang zum Schwimmen. 

Inklusive Preise  

Wer aufgrund einer Behinderung ohnehin schon mit zusätzlichen Kosten im Alltag konfrontiert ist, für den kann ein regulärer Eintrittspreis eine zusätzliche Hürde sein. Vergünstigungen für Menschen mit Behinderung gehören deshalb zu einem inklusiven Preismodell dazu. 

Offene Kursangebote 

Ein Bad kann baulich noch so gut ausgestattet sein, wenn Kurse faktisch bestimmte Gruppen ausschließen, bleibt Inklusion unvollständig. Offenheit bedeutet: Niemand wird aufgrund einer Behinderung von der Teilnahme an Schwimmkursen, Aqua-Fitness oder digitalen Angeboten ausgeschlossen.

 Eine Nahaufnahme eines roten Bahnenabteilers mit mehreren orangefarbenen Schwimmern, die auf einer schwarzen Schnur auf dem Wasser ruhen.

Der Verein „Schwimmen mit Behinderung“ 

Der Verein „Schwimmen mit Behinderung" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung einen geschützten Rahmen zum Schwimmen zu bieten. Er bietet Trainingszeiten, die speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten sind. Die aktuellen Trainingszeiten sowie weitere Informationen zur Anmeldung finden Interessierte direkt auf der Vereinswebsite. 

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So barrierearm sind die NEW-Bäder

  • Freie Bahn bis ans Becken: Die NEW-Bäder sind so zugänglich, dass Menschen mit Rollstuhl ohne fremde Hilfe bis an die Becken gelangen können. 

  • Pool-Lifte: In den Bädern stehen Lifte zur Verfügung, die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beim sicheren Ein- und Ausstieg ins Wasser unterstützen. 

  • Spezielle Kassenautomaten: Auch der Ticketkauf vor Ort ist auf eine möglichst selbstständige Nutzung ausgelegt. Ergänzend dazu steht ein Online-Ticketshop zur Verfügung. 

  • Angepasste Umkleiden: Die NEW-Bäder verfügen über Umkleidekabinen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen zugeschnitten sind. 

  • Weitere Hilfen vor Ort: Je nach Bad erleichtern unter anderem Rampen, Aufzüge und elektrische Türen den Besuch. Zudem stehen extra Rollstühle und Rollatoren für den Nassbereich zur Verfügung.  

  • Vergünstigter Eintritt: Für Menschen mit Behinderung gibt es entsprechende Vergünstigungen. 

Ein barrierefreies Schwimmbad entwickelt sich weiter 

Barrierefreiheit bedeutet stetige Weiterentwicklung und ist kein Zustand, der irgendwann einfach „fertig“ ist. Bedürfnisse verändern sich, Technik entwickelt sich weiter und manchmal werden Hindernisse erst im Alltag sichtbar. Deshalb bedeutet echte Barrierefreiheit auch, zuzuhören, Angebote weiterzuentwickeln und bestehende Barrieren Schritt für Schritt abzubauen. Denn am Ende sollte für alle Badegäste möglichst dieselbe Frage im Mittelpunkt stehen: In welches Becken geht es zuerst? 


Ob Sport, Entspannung, Badespaß mit der ganzen Familie oder doch lieber ein digitaler Schwimmkurs: In den NEW-Bädern ist für alle etwas dabei. Alle Bäder sowie weitere Informationen rund um Öffnungszeiten und Angebote finden Sie auf unserer Bäderseite.

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