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Frischer Wind

Sommer, Sonne, Wassersparen: So gelingt bewusster Wasserverbrauch

05.08.2026 - Ob Pool, Trinkwasser oder kalte Dusche: Im Sommer fließt deutlich mehr Wasser als sonst. Doch gerade an heißen Sommertagen zeigt sich, wie kostbar die Ressource ist. Wo kann ohne Verzicht eingespart werden? Jetzt im NEW Magazin.
Ein Mann steht in der Küche und trinkt Leitungswasser aus einem Glas

An heißen Sommertagen steigt der Wasserverbrauch in Deutschland laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) um bis zu 60 Prozent. Verantwortlich sind vor allem häufigeres Duschen, die Bewässerung von Gärten sowie private Pools. Oft summieren sich viele kleine Gewohnheiten. Der Rasensprenger läuft etwas länger, die Gießkanne kommt häufiger zum Einsatz und die Abkühlung im Planschbecken gehört für viele Familien einfach dazu.

Hochwertiges Trinkwasser für jeden Zweck 

In Deutschland kommt aus jeder Leitung hochwertig aufbereitetes Trinkwasser. Es wird streng kontrolliert und erfüllt hohe Qualitätsstandards. Gleichzeitig wird dieses wertvolle Lebensmittel für unterschiedliche Zwecke genutzt: zum Trinken, Kochen, Duschen, Wäschewaschen oder zum Bewässern des Gartens. Dabei landet nur ein kleiner Teil tatsächlich im Trinkglas. Der größte Anteil des täglichen Wasserverbrauchs entfällt auf Körperpflege, Reinigung und die Toilettenspülung. Laut Umweltbundesamt verbraucht jede Person im eigenen Haushalt im Durchschnitt 126 Liter Trinkwasser pro Tag

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Schon gewusst?

Manche Wassermengen wirken erst auf den zweiten Blick beeindruckend. Eine zehnminütige Dusche kann, abhängig von Duschkopf und Wasserdruck, rund 150 Liter Wasser verbrauchen. Das entspricht nahezu dem durchschnittlichen Tagesverbrauch einer Person. Noch eindrucksvoller wird der Blick auf private Pools: Ein handelsüblicher Aufstellpool mit 3,66 Metern Durchmesser fasst etwa 6.500 Liter Wasser. Das entspricht mehr als dem 52-fachen durchschnittlichen Tagesverbrauchs einer Person in Deutschland. 

Sechs einfache Wege, im Sommer Wasser zu sparen

Morgens statt mittags gießen

Wer Pflanzen früh morgens oder spät abends bewässert, verhindert unnötige Verdunstung. Das Wasser erreicht die Wurzeln besser und muss seltener nachgegossen werden. 

Regenwasser sinnvoll nutzen

Eine Regentonne liefert kostenloses Wasser für Blumenbeete, Gemüse oder den Garten. Für viele Anwendungen muss es nicht immer Trinkwasser sein.

Gemüse- und Nudelwasser weiterverwenden

Das Wasser vom Waschen von Salat oder Gemüse muss nicht direkt im Abfluss verschwinden. Es eignet sich hervorragend zum Gießen von Balkonpflanzen oder Beeten – vorausgesetzt, es enthält weder Salz noch Reinigungsmittel. 

Duschen statt baden

Ein Vollbad benötigt häufig zwischen 100 und 150 Litern Wasser. Eine kurze Dusche kommt meist mit deutlich weniger aus, besonders mit einem wassersparenden Duschkopf. 

Geräte vollständig beladen

Moderne Waschmaschinen und Geschirrspüler arbeiten erstaunlich effizient. Am sparsamsten werden sie jedoch, wenn sie erst bei voller Beladung laufen.

Kleine Lecks ernst nehmen

Ein tropfender Wasserhahn wirkt harmlos. Tatsächlich können dadurch bis zu 10 Liter Wasser pro Tag verloren gehen. Undichte Toilettenspülungen verschwenden teilweise sogar mehrere hundert Liter täglich. 

Moderne Infrastruktur spart mit 

Wassersparen ist nicht allein Aufgabe der Haushalte. Auch moderne Infrastruktur trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen. Wasserversorger:innen investieren kontinuierlich in leistungsfähige Leitungsnetze, digitale Überwachungssysteme und moderne Aufbereitungstechnik. Dadurch lassen sich Wasserverluste reduzieren und eine zuverlässige Versorgung auch während längerer Hitzeperioden sicherstellen. 

Gleichzeitig beobachten viele Versorger:innen die Entwicklung der Grundwasserstände sehr genau. In besonders trockenen Regionen oder während längerer Dürreperioden können Kommunen deshalb zeitweise Einschränkungen aussprechen, etwa für das Befüllen privater Pools oder die Bewässerung von Rasenflächen. Solche Maßnahmen dienen dazu, die Versorgung aller langfristig zu sichern. 

Jeder Tropfen ist Teil der Lösung 

Deutschland zählt nach wie vor zu den wasserreichen Ländern. Dennoch verändern der Klimawandel, längere Trockenphasen und steigende Spitzenverbräuche die Anforderungen an die Wasserversorgung. Die gute Nachricht ist, dass es oft keine großen Verzichtsentscheidungen sind, sondern viele kleine Gewohnheiten, die gemeinsam Wirkung entfalten. Den Wasserhahn beim Einseifen schließen, Regenwasser nutzen oder den Garten zur richtigen Tageszeit gießen – jede dieser Maßnahmen spart nur wenige Liter. Zusammengenommen entstehen daraus jedoch Jahr für Jahr Millionen Liter geschontes Trinkwasser.  


Jeder Schluck hat einen langen Weg hinter sich. Bevor Trinkwasser aus dem Wasserhahn fließt, wird es sorgfältig aufbereitet und regelmäßig kontrolliert. Wie die NEW dafür sorgt, dass jederzeit hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung steht, gibt es auf der Website der NEW zu entdecken.

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