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Stadtentfalter Jüchen GmbH

Projekt Otzenrath-Süd wird nicht weitergeführt

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Der Rat der Stadt Jüchen hat in seiner Sitzung am 26. März die Aufhebung der Anschluss- und Benutzungszwang-Satzung für das Baugebiet Otzenrath-Süd beschlossen. Vor diesem Hintergrund haben auch die Gesellschafter der Stadtentfalter Jüchen GmbH gemeinsam entschieden, das Projekt der Nahwärmeversorgung Otzenrath-Süd nicht weiterzuverfolgen.

Mit der Ressourcenschutzsiedlung Otzenrath-Süd war im Jüchener Stadtteil Otzenrath ein Modellprojekt für klimafreundliches Wohnen geplant. Auf einer Fläche von rund 2,6 Hektar sollten etwa 100 Wohneinheiten entstehen – darunter Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Kettenhäuser. Ziel war es, ein Wohnquartier zu entwickeln, das konsequent auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausgerichtet ist.

Die Gebäude sollten hierfür insbesondere über ein Nahwärmenetz mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Vorgesehen war der Einsatz von Geothermie und Luftwärme in Kombination mit modernen Wärmepumpen. Mehrere Geothermie-Sonden sollten dabei das Herzstück einer effizienten, weitgehend autarken Wärmeversorgung bilden – unabhängig von fossilen Energieträgern.

Die Stadtentfalter Jüchen GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft der Stadt Jüchen und der NEW-Gruppe, haben sich im Rahmen einer Gesellschafterversammlung intensiv mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Aufhebung der Anschlusssatzung durch die Stadt und ihren Hintergründen befasst.

Vor dieser geänderten Ausgangslage kamen beide Seiten einvernehmlich zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für die bisher geplante Umsetzung des Projekts nicht mehr in der erforderlichen Form gegeben sind. Eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage für die angestrebte Wärmeversorgung kann unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr verlässlich sichergestellt werden. Die Entscheidung gibt den Blick auf neue Projekte frei, die den veränderten Rahmenbedingungen besser entsprechen.