NEW Netz präsentiert sich mit Projekt „QUIRINUS“ auf der E-world

02.02.2018 –

Solardächer, Windräder und Biogasanlagen – statt großer, zentraler Kraftwerke setzt Deutschland im Rahmen der Energiewende auf viele kleine Erzeuger.

Michael Steffens, Geschäftsführer der NEW Netz.

Die Verteilnetzbetreiber stellt das vor große Herausforderungen, denn die Netze sind auf zentrale Einspeisungspunkte wie beispielsweise Kraftwerke ausgelegt, an denen stabile Mengen eingespeist werden.

Die NEW Netz, ein Unternehmen der NEW-Gruppe, beteiligt sich deshalb seit einigen Monaten an „QUIRINUS“, einem zukunftsweisenden Projekt für die Versorgungssicherheit. Auf der Energiemesse „E-world“, die Anfang Februar in Essen stattfindet, wird dieses Projekt nun erstmals im großen Rahmen vorgestellt.

Unter dem Namen „QUIRINUS“ soll ein sogenanntes „virtuelles Kraftwerk“ entstehen, in dem viele kleine Anlagen zu einem großen Kraftwerk gebündelt werden. „Die Anlagen werden über ein Informations- und Kommunikationsnetz miteinander verbunden und können Daten austauschen. Diese werden an einer zentralen Stelle gesteuert, sodass man von dort aus das Stromangebot und die Stromnachfrage aufeinander abstimmen kann“, erklärt Michael Steffens, Geschäftsführer der NEW Netz. Auf einem Leitstand, der derzeit in Heppendorf bei Bergheim aufgebaut wird, werden verschiedene Szenarien durchgespielt. „Im Kern geht es darum, Erfahrungen zu sammeln: Wie können Stromerzeugung und Stromverbrauch in Zukunft in Balance gebracht werden?“, so Steffens weiter.

Das Projekt hat ein Budget von rund sechs Millionen Euro.  Die Hälfte kommt von den beteiligten Unternehmen, die andere Hälfte von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen. QUIRINUS läuft drei Jahre und soll dazu beitragen, die gewohnte Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Neben der NEW Netz beteiligen sich folgende Unternehmen an dem Projekt: regionetz aus Eschweiler, Infrawest aus Aachen, Leitungspartner GmbH aus Düren, RWE Power aus Köln, SAE It-Systems aus Köln, 2G Energy aus Heek, ETC STORNETIC aus Jülich, das Solarinstitut Jülich der Fachhochschule Aachen und das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln.