Kunstgenerator ist ein Kunststipendium, das junge Künstlerinnen und Künstler über regionale Grenzen hinaus fördert.

Die Stadt Viersen und die NEW Viersen sind Auslober des Stipendiums. Viersen am linken Niederrhein ist eine lebendige Mittelstadt mit kulturellem Herz und Profil in der Nähe der Großstädte Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf und nahe den Niederlanden. Vor Ort existiert bereits eine kleine aber feine Kunstszene. Die NEW Viersen als modernes Dienstleistungsunternehmen stehen für eine erfolgreiche Kombination von Tradition und Fortschritt sowie einer besonderen Verbundenheit mit Region und Lebensgemeinschaft.

 

vlnr: Bärbel Wickerath, NEW Jutta Pitzen, Leiterin Städtische Galerie im Park Viersen, Professor Gereon Krebber, Professor für Bildhauerei im Orientierungsbereich der Kunstakademie Düsseldorf Professor Dirk Löbbert, Professor an der Kunstakademie Münster Petra Barabasch, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Viersen

Die Entscheidung der Kunstgenerator-Jury ist gefallen

Isabell Schulte ist die neue Stipendiatin für das Jahr 2021.

Die 1987 in Eckernförde geborene Künstlerin studierte von 2010–2012 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Anschließend nahm sie ein Studium der bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin auf, welches sie 2016 als Meisterschülerin von Christine Streuli abschloss. Mehrere Stipendien und Förderungen wurden ihr bereits zuteil, so verbrachte sie ein Semester als Erasmus-Stipendiatin in Istanbul.

Zum vierzehnten Mal zeichnen NEW und Stadt Viersen mit dem gemeinsamen Stipendium eine interessante künstlerische Position aus. Von 37 Bewerberinnen und Bewerbern für den „Kunstgenerator“ hatten sich vier FinalistInnen qualifiziert, eine Auswahl ihrer Werke ist noch bis zum 27. September in der Städtischen Galerie im Park Viersen zu sehen.

Isabell Schulte präsentiert vier Beispiele ihrer gewaltige Ausmaße annehmenden Bleistiftzeichnungen. Für die aktuelle Serie mit den schlichten Titeln „part I“ bis „part VII“ bedeckt sie Papierflächen von jeweils sechseinhalb Quadratmetern mit präzise gesetzten kleinteiligen Elementen, die viel Raum für Entdeckungen bieten.

Drei Monate lang beschäftigt sie eine solche Zeichnung. Inmitten der lauten und pulsierenden Großstadt Berlin, in der sie lebt, versinkt die Künstlerin dabei in einer eigenen Welt und verarbeitet assoziativ Erlebtes. Die permanente Gleichzeitigkeit und die Fülle von auf sie einströmenden Eindrücken finden hier einen ruhenden Gegenpol in der Stille und Zurückgezogenheit ihres Schaffens.

Die Jury zeigte sich einhellig überzeugt von ihrer zeichnerischen Entwicklung eines Mikrokosmos. Lesbar wie ein zeitlicher Ablauf, bietet er Alliterationen von Formelementen, die die Künstlein immer wieder mit großer Eigenständigkeit neu erschafft.

Prof. Gereon Krebber hebt hervor, wie ihre starke Affinität zur Musik spürbar wird, wie sie sich in den musikalischen Bereich vortastet, vorwagt und dabei doch rein zeichnerisch bleibt.

Isabell Schulte wird im März 2021 ihre neue Wohn- und Arbeitsstätte in der Alten Lateinschule in Viersen beziehen.

Dort wohnt noch bis zum Jahresende der derzeitige Stipendiat, Ole Blank, und bereitet seinen Katalog und die Abschlussausstellung vor, die ab dem 06. Dezember 2020 in der Städtischen Galerie im Park in Viersen zu sehen sein wird.

 

Mitglieder der Jury 2020 waren:

Professor Gereon Krebber, Professor für Bildhauerei im Orientierungsbereich der Kunstakademie Düsseldorf

Professor Dirk Löbbert, Professor an der Kunstakademie Münster

Bärbel Wickerath, NEW

Petra Barabasch, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Viersen

Es wird bundesweit an Kunsthochschulen und Akademien ausgeschrieben. Auf vorbildhafte Weise praktiziert es „Public Private Partnership" und verbindet privates unternehmerisches Engagement mit städtischer Kulturförderung.


Die NEW Viersen und die Stadt Viersen sehen es als ihre Aufgabe an, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern und ihnen im Rahmen eines Stipendiums eine künstlerische Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Für die Dauer eines Jahres stehen der Stipendiatin/dem Stipendiaten ein Atelier und eine
Wohnung in der Alten Lateinschule im Zentrum der Stadt kostenlos zur Verfügung. Darüber
hinaus wird ein monatlicher Unterhaltszuschuss von 800,-€ gezahlt. Zum Ende des Aufenthalts findet eine Abschlussausstellung in der Städtischen Galerie im Park Viersen statt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eingeladen zur Bewerbung um das Stipendium sind Bildende Künstlerinnen und Künstler
der Bereiche Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie, Bereich der Neuen Medien und den
Mixed-Media. Sie sollten nicht älter als fünfunddreißig Jahre sein. Ein Studienabschluss im
künstlerischen Bereich ist wünschenswert. Dieser sollte nicht mehr als drei Jahre zurückliegen.


Bewerbungsschluss ist der 15. Juli des laufenden Jahres für das kommende Jahr. 

Eine Fach- und Sachpreisjury trifft die Auswahl.

Die Zusammensetzung der Sachpreisjury besteht aus je einem Vertreter der Auslober, d.h. eine Person seitens der NEW Viersen GmbH, eine Person seitens der Stadt Viersen.

Die Fachpreisjury bilden voraussichtlich zwei Vertreter der Hochschulen sowie ein weiterer Fachpreisjuror aus dem Kunstbetrieb (z. B. Galerie oder Museum).


Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit. Beschlussfähig ist die Jury, wenn mindestens 4 Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Juryvorsitzenden, die vor dem ersten Zusammentritt der Jury aus dem Kreis der Fachpreisjuroren gewählt wird.

  • 2019 Justyna Janetzek
  • 2018 Anna Mirbach
  • 2017 Ferdinand Uptmoor
  • 2016 Nina Nowak
  • 2015 Lukas Schmenger
  • 2014 Katja Kottmann
  • 2013 Juliane Schmidt
  • 2012 Jan-Michel Harmening
  • 2011 Katerina Kuznetcowa
  • 2010 Melanie Grocki
  • 2009 Stefanie Klingemann
  • 2008 Fleur Stoecklin

Kontakt

Stadt Viersen
Fachbereich
Schule, Kultur, Sport

Heimbachstr. 12
41747 Viersen

Telefon: 0 2162 101 167
Telefax: 0 2162 101 476

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